02.10.2018

Jeans nähen ist kein Mysterium mehr

*Werbung wegen Zeitungsnennung und Verlinkung
Ich wollte nie, wirklich nie, eine Jeans nähen. Der Grund lag in den Waschungen. Die bekommt man bei einer genähten Jeans nicht hin. Aber die Jeansmode hat sich verändert. Blue Denim mit wenig Waschungen dazu gerade, flared oder weite Schnittformen, gerne in 7/8 Länge und high waist sind im Moment absolut modern. Da die high waist Hosen in den Geschäften mir oft zu hoch sind und am Bauch zu eng, fasste ich meinen Mut zusammen und nähte mir meine erste eigene Jeans. Hier ist das Ergebnis. Ich bin total happy. Die Hose ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt haben. Die Passform ist perfekt.


Schnitt: Mom-Jeans aus der Fashion Style 2/2018 Mod. 23 in Größe 38
Stoff: 1,50 m (war sehr knapp, alles aufgebraucht) elastischer Denim vom Stoffmarkt (65% BW, 32% PL, 3% EL)
Zubehör: graues Jeansnähgarn, Nieten, Jeansknopf, Reißverschluss und Lederetikett von einer alten Jeans



Änderungen: Zum Glück nicht so viele. 
- Die Hose aus der Zeitung ist auch sehr hoch geschnitten. Ich habe die Leibhöhe um 3 cm gekürzt. Beim Rückenteil habe ich diese Änderungen nur in der Passe vorgenommen. Vorn unterhalb der Tasche. Die Hose sitzt bei mir immer noch in höhe Bauchnabel.
- Der Schnitt sieht keinen Formbund vor. Ich habe mir für die Hose einen Formbund konstruiert. 
- Die inneren Beinnähte und die Seitennähte habe ich verschmälert und etwas mehr auf Form gebracht. Das habe ich langsam und in Etappen durchgeführt und sogar noch mal nach dem Tragen, da der Stoff etwas nachgibt.
- Der breite auffällige Umschlag ist einfach das, was mein knapp bemessener Stoff so hergab. Gefällt mir aber richtig gut so. Wirkt sehr lässig. Schuhe sollten möglichst dort beginnen, wo die Hose endet. 


Nähen:
Beim Nähen habe ich nicht einmal in die Anleitung der Zeitung geguckt. Stattdessen nutze ich den Ginger Jeans sewalong von Close Case Patterns als Vorlage und bin super damit klargekommen. Die beste Jeansnähanleitung, die es gibt. Mein Reißverschluss saß sofort. 
Für die Passformüberprüfung habe ich Seiten- und Beinnähte erst mit großen Stichen genäht, dann die Hose anprobiert und anschließend die notwendigen Anpassungen durchgeführt. So habe ich mich langsam an meine Wohlfühlpassform herangearbeitet.
An den Taschen sperrt sie noch etwas, aber das liegt an meinem Bauch, ich habe halt einen Bauch. Aber ich weiß jetzt, wie ich das schon im Schnitt ändern muss. 

Eine Jeans nähen ist für mich jetzt kein Mysterium mehr. Sicherlich ist sie nicht einfach und schnell zu nähen. Aber ich lieber anspruchsvolle Projekte, daher hat mir dieses Projekt richtig viel Freude bereitet. 


Bis dahin liebe Grüße Andrea


04.07.2018

Blusenkleid


In diesem Sommer trage ich unglaublich gerne Kleider. Der Hemdblusenkleid Trend kommt mir da sehr entgegen, den ich liebe Hemdblusen. Ein langes durchgeknöpftes Hemdblusenkleid habe ich mir gekauft, eins habe ich genäht, aber noch nicht fotografiert und gezeigt, und dann habe ich vor ein paar Wochen dieses rote Blusenkleid mit riesengroßen Punkten genäht. Seitdem trage ich es sehr oft und super gern.

Das Muster und die Farbe ist sehr auffällig, machen aber schön frisch und sommerlich. Der Baumwollstoff Doro (von swafing) trägt sich sehr angenehm, schön leicht und hat dennoch etwas Stand. Es war eine reine Freude ihn zu vernähen.


Bei dem Schnitt handelt es sich um einen alten Burdaschnitt (05/2010), den ich wieder ordentlich abgewandelt und meinen Wünschen angepasst habe. 

Mal sehen, ob ich noch alle Änderungen zusammenbekomme:
  • Teilungsnaht im VT und RT, so ließ sich auch die Knopfleiste leichter nähen
  • den Rock schmaler und zum Saum hin gerader gemacht
  • einen raffinierten Rockschlitz mit Belegen gearbeitet
  • kurze Ärmel mit Ansatznaht, Belegen und Schlitz
  • etwas verlängert habe ich das Kleid auch, es hätte sogar noch 3 cm länger sein können.


Das Kleid hat leider keine Taschen, die vermisse ich. Ich hatte nur 1,50 m Stoff, die gerade so reichten.



Ob das Kleid mit in den Reisekoffer kommt weiß ich noch nicht. Wir fliegen nach Malaga, bei 40 Grad könnte auch das Blusenkleid noch zu warm sein. Für den Urlaub habe ich mir aber ein luftiges Neckholderkleid genäht, leider auch noch nicht fotografiert. 

Mit sommerlichen Feriengrüßen nehme ich heute nach langer Zeit am Me Made Mittwoch teil.

Liebe Grüße Andrea

19.06.2018

sommerlicher Volantrock


Ich und Röcke finden nur schwierig zusammen und so hängt nicht ein einziger Rock in meinem Kleiderschrank. Irgendwie sitzen Röcke bei mir nie richtig und ich fühle mich dann nicht wohl darin. Entweder rutschen sie rum, sind zu eng oder zu weit und ein Bleistiftrock ist irgendwie im Alltag unpraktisch.

Und nun habe ich mir einen Wickelrock genäht und bin gerade ganz verliebt in ihn. Denn nach nur kurzer Zeit habe ich festgestellt, er lässt sich zu verschiedenen Oberteilen sowohl lässig als auch schick und alltagstauglich kombinieren. Und der Rock passt, sitzt sehr gut, ist bequem und schwingt so schön. 


Die Inspiration zu diesem Rock stammt von der Fashionbloggerin Tanja (T&t Stories), die wunderschöne Röcke entwirft und verkauft. Für mich zu teuer, aber zum Glück kann ich nähen und meinen eigenen Designerrock herstellen.

Der Baumwollstoff ist von Stoff und Stil. Er war aktuell im Sale und wahrscheinlich aus dem letzten Jahr. 

Der Schnitt stammt auch von Stoff und Stil, allerdings habe ich ihn stark verändert. Ich habe ihn um 8 cm gekürzt, das obere Vorderteil breiter und mit größerer Rundung zugeschnitten. Ich habe das Bindeband weggelassen und den Rock mit Knopfverschluss versehen. Im Schnitt wird der Volant durch die Kreisform erreicht. Dabei stehen Muster auf dem Kopf. Das wollte ich nicht und habe daher viele Stoffstreifen gekräuselt und angenäht. Es könnte sein, dass dadurch der Volant etwas schwer ist, als vorgesehen. 

Die Bluse ist ein refashion Projekt. Es war mal eine kurzärmlige Bluse, die ihr ungeliebtes Dasein auf dem Kleidersackstapel fristete. Kurz entschlossen habe ich mich entschieden mit ihr was zu probieren, Ärmel raus, die Armausschnitte weiter vergrößert und dann die Ausschnitte versäubert. Jetzt habe ich einer alten Bluse neues sommerliches Leben eingehaucht. Ich freue mich.

Liebe Grüße Andrea





17.05.2018

This Summer in Safari

Um die wundervollen Stoffe von Albstoffe, designt von hamburgerliebe, schleiche ich schon eine Weile rum. Sie sind ja etwas teurer und so muss der Kauf wohl überlegt sein. Bei dem Safaristoff aus der neuen This Summer Kollektion musste ich jetzt zugreifen. Da war nur die Frage, welche Farbe nehme ich, da alle toll sind. Am Ende habe ich mich für das knallige Blau entschieden.


Genäht habe ich den sehr beliebten Blouson von leni pepunkt. Der Stoff und der Schnitt sind wie füreinander geschaffen. Genäht habe ich Größe 38 ohne Änderungen und alles passt und gefällt. Die Belege habe ich verstärkt, steht so nicht in der Anleitung, gibt dem Jacquard mehr Stabilität. 


Vor dem Einnähen des Reißverschlusses hatte ich etwas bedenken, ob sich der Strickstoff verzieht. Aber dank Wondertape war das überhaupt kein Problem.
Da der Safaristoff doch sehr auffallend ist, habe ich mich für ein ruhiges dezentes Bündchen entschieden. 



Unter der Jacke trage ich eine Bluse nach einem Lieblingsblusenschnitt. Es ist das Basic Blusen Shirt von kibadoo. 

Liebe Grüße Andrea

verlinkt mit rums

27.04.2018

Strickshirt Alba



Ich habe ein weiteres tolles Sommer Strickshirt für mich gestrickt. Es handelt sich dabei um das wunderschöne Shirt Alba von Meine fabelhafte Welt. 
Mir gefiel am Shirt die Schlichtheit kombiniert mit den raffinierten Fallmaschen im Rückenteil. Das musste ich einfach nachstricken.


Ich habe dafür ein Shirt, das ich im letzten Jahr gestrickt hatte, wieder aufgetrennt. Vom aufgeribbelten Shirt gibt es nur ein Foto bei Instagram. Ich habe das Shirt nicht gern angezogen. Zum einen machte mich die Farbe blass und zum anderen, hatte ich es mit einer zu großen Nadel (Nadel Nr. 5,5) gestrickt. Dadurch leierte es sehr und fiel nicht so schön.

Durch das Auftrennen verlor ich ordentlich an Garn. Das ersetzte ich durch ein klares reines Weiß. Das Weiß habe ich oben in Gesichtsnähe platziert, so kann ich die blass machende Farbe Altrosa doch sehr gut tragen.


Für das Shirt habe ich ca. 200g Lamana Cosma in Altrosa und 100g Lamana Cosma in Weiß verbraucht. Ich denke ohne Farbwechsel hätten auch 250g für mich gereicht. Cosma besteht aus 60% edler peruanischer Pima-Baumwolle und 40% Modal. Es ist schön weich, trägt sich sehr angenehm und lässt sich super in der Waschmaschine waschen. 

Gestrickt habe ich mit Nadel Nr. 4,5 (Metall), das Bündchen mit Nadel 4. Laut Anleitung wird das Shirt in Runden gestrickt. Ich habe es in Teilen gestrickt, so konnte ich die Knäulanfänge und Knäulenden sauberer in der Seitennaht vernähen. Ich hatte durch das Aufribbeln viele kleine Knäule.

Am Armausschnitt habe ich, entgegen der Anleitung, doppelte Randmaschen gestrickt. Ich bin gerade ein absoluter Fan von diesem Randabschluss. Dekorativ, sauber und schön glatt. 

Gestrickt habe ich die kleinste Größe und nochmals 4 Maschen weniger je Vorder- und Rückenteil angeschlagen. Der Halsausschnitt ist schmaler als in der Anleitung.

Die Anleitung zum Shirt ist aus dem Buch: Sommer-Looks stricken*.

Das Shirt ist wirklich super schnell gestrickt und auch toll für Anfänger geeignet. 

Ich bin happy, dass mein Experiment, Strickstück auftrennen und Garn neu verstricken prima geklappt hat. Ma sieht nicht, das das Altrosa schon ein kurzes unglückliches Vorleben hatte. Mein neues Strickshirt liebe ich und werde es definitiv tragen.

Liebe Grüße Andrea

* hierbei handelt es sich um Werbung, Affiliate Link