27.10.2018

Ringelpullover aus Mohair

*enthält Werbung wegen Verlinkung und Produktnennung

Die Zeit der kuschligen Pullover breitet sich aus. Dieses Jahr ganz oben auf der Trendliste der Strickpullover stehen Streifen. Mir haben es besonders die breiten Streifen in frischen und kräftigen Farben angetan. Somit habe ich mir einem Mohairpullover bestehend aus 5 Farben selber gestrickt. Die Farbauswahl und das Arrangieren der Farben war gar nicht so einfach. Ich habe immer wieder Farben hin und her geschoben, bis ich meine Lieblingsstreifenfolge zusammenhatte.



Das war auch mein erster Pullover, den ich ohne Anleitung in der Raglan von oben Technik gestrickt habe. Der erste Versuch ging ordentlich in die Hose. Beim zweiten Anlauf passte dann die Schulterpartie. Sehr hilfreich war die raglan-von-oben-website. Dort gibt es einen Raglanrechner, bei dem man anhand von Maschenprobe, Halsumfang und Maschenzahl pro Raglanlinie, die notwendigen Maschen für den Anschlag ermittelt. Gleichzeitig gibt der Rechner genaue Auskunft wie diese Maschen im Vorder-, Rückenteil und Ärmel verteilt werden. 
Danach habe ich meinen Pulli angeschlagen und es hat perfekt geklappt.




Ringelpullover aus Mohair (Eckdaten)
-keine ausführliche Anleitung, nur ein Hilfsmittel, wer auch so einen Kuschelpulli selber stricken möchte-

Material: Lang Yarns Mohair Luxe (175m/25g)
Weiß (Fb. 01), Offwhite (Fb. 94), Silbergrau (Fb.23), Altrose (Fb. 148), Rot (Fb. 60) – je 2 Knäule
Royal (Fb. 06) – 1 Knäul

Ich habe weiß und offwhite zusammen verstrickt, da white mir zu weiß und offwhite zu gelblich war.

Nadel 5; 5,5 für die Bündchen, Nadel 6 für den Rest 

Muster: glatt rechts in Runden und 1re/1li für das Bündchen

Maschenprobezweifädig mit Nadel 6 ungewaschen 16 M / 21 R; gewaschen 15,5 M / 20 R

Schulter und Body:
80 M in Nadel 5,5 zweifädig in Royal anschlagen und 6 Reihen Bündchenmuster, danach wechsle auf Nadel 6
Einteilung Raglan: 24 M RT, je 9 M Arm, 30 M VT, 4 Raglanlinie mit je 2 M. Die Maschenmarkierer in die Mitte der Raglanlinie setzen.
Für das erhöhte Rückenteil über 8 Reihen verkürzte Reihen arbeiten.
Die Raglanzunahmen von 8 M erfolgt in jeder 2. Reihe
Armmaschen stillgelegt als ich im VT 74 M, RT 72 M und im Arm 55 M hatte. 
Body über 154 M glatt rechts gestrickt. 
Die letzte Reihe vor dem Bündchen auf Nadel 5 wechseln und gleichzeitig die 4. und 5. Maschen zusammen stricken = 124 M.
Das Bündchen über 5 cm (13 Runden) stricken und elastisch abketten.

Einteilung Farbwechsel: 
Weiß: 24 Runden (ohne die verkürzten Reihen gezählt)
Rosa: 21 Runden (in der 17. Runde werden die Armmaschen stillgelegt)
Rot: 21 Runden
Weiß/offwhite: 21 Runden
Grau: 21 Runden

Die Streifen haben eine Breite von 10 cm.

Arm:
55 M + 2 M unterm Arm aufnehmen = 57 M. MM unterm Arm setzen.

In jeder 5. Rd 13 x 2 M abnehmen = 31 M
Abnahmrunde: MM, 1 M re, 2 M re zu.stricken, re bis 3 M vor MM, 2 M li gen. Abnahme, 1 M re, MM
In der letzten Graurunde noch 1 M abnehmen = 30 M

Einteilung Farbwechsel am Arm:
5 Runden Rosa stricken.
22 Runden Rot
22 Runden weiß/offwhite
21 Runden Grau + 1 Runde grau in Nadel 5

Wechsel auf Royalblau und 13 Runden in 1 re/ 1 li stricken. elastisch abketten.


Fäden vernähen und reinkuscheln

Liebe Grüße und viel Freude beim Stricken, Andrea



02.10.2018

Jeans nähen ist kein Mysterium mehr

*Werbung wegen Zeitungsnennung und Verlinkung
Ich wollte nie, wirklich nie, eine Jeans nähen. Der Grund lag in den Waschungen. Die bekommt man bei einer genähten Jeans nicht hin. Aber die Jeansmode hat sich verändert. Blue Denim mit wenig Waschungen dazu gerade, flared oder weite Schnittformen, gerne in 7/8 Länge und high waist sind im Moment absolut modern. Da die high waist Hosen in den Geschäften mir oft zu hoch sind und am Bauch zu eng, fasste ich meinen Mut zusammen und nähte mir meine erste eigene Jeans. Hier ist das Ergebnis. Ich bin total happy. Die Hose ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt haben. Die Passform ist perfekt.


Schnitt: Mom-Jeans aus der Fashion Style 2/2018 Mod. 23 in Größe 38
Stoff: 1,50 m (war sehr knapp, alles aufgebraucht) elastischer Denim vom Stoffmarkt (65% BW, 32% PL, 3% EL)
Zubehör: graues Jeansnähgarn, Nieten, Jeansknopf, Reißverschluss und Lederetikett von einer alten Jeans



Änderungen: Zum Glück nicht so viele. 
- Die Hose aus der Zeitung ist auch sehr hoch geschnitten. Ich habe die Leibhöhe um 3 cm gekürzt. Beim Rückenteil habe ich diese Änderungen nur in der Passe vorgenommen. Vorn unterhalb der Tasche. Die Hose sitzt bei mir immer noch in höhe Bauchnabel.
- Der Schnitt sieht keinen Formbund vor. Ich habe mir für die Hose einen Formbund konstruiert. 
- Die inneren Beinnähte und die Seitennähte habe ich verschmälert und etwas mehr auf Form gebracht. Das habe ich langsam und in Etappen durchgeführt und sogar noch mal nach dem Tragen, da der Stoff etwas nachgibt.
- Der breite auffällige Umschlag ist einfach das, was mein knapp bemessener Stoff so hergab. Gefällt mir aber richtig gut so. Wirkt sehr lässig. Schuhe sollten möglichst dort beginnen, wo die Hose endet. 


Nähen:
Beim Nähen habe ich nicht einmal in die Anleitung der Zeitung geguckt. Stattdessen nutze ich den Ginger Jeans sewalong von Close Case Patterns als Vorlage und bin super damit klargekommen. Die beste Jeansnähanleitung, die es gibt. Mein Reißverschluss saß sofort. 
Für die Passformüberprüfung habe ich Seiten- und Beinnähte erst mit großen Stichen genäht, dann die Hose anprobiert und anschließend die notwendigen Anpassungen durchgeführt. So habe ich mich langsam an meine Wohlfühlpassform herangearbeitet.
An den Taschen sperrt sie noch etwas, aber das liegt an meinem Bauch, ich habe halt einen Bauch. Aber ich weiß jetzt, wie ich das schon im Schnitt ändern muss. 

Eine Jeans nähen ist für mich jetzt kein Mysterium mehr. Sicherlich ist sie nicht einfach und schnell zu nähen. Aber ich lieber anspruchsvolle Projekte, daher hat mir dieses Projekt richtig viel Freude bereitet. 


Bis dahin liebe Grüße Andrea