04.09.2013

MMM


Bevor ich zum Yoga flitze noch schnell und ganz spontan ein paar Fotos von meinem heutigen Outfit. Ich trage meinen Overall den ich in den Ferien genäht hatte. Ganz ausführlich habe ich -hier- darüber geschrieben. Der Overall war einer meiner liebsten Teile in diesem Sommer. Der langen Schritt allerdings sehr gewöhnungsbedürftig. 
Ansonsten gibt es nichts neues von der Nähfront. Die Herbstgarderobe steckt noch in der Sackgasse. Ich weiß noch nicht was ich nähen möchte und ob ich wirklich so viele Kleider und Röcke benötige. Irgendwie bin ich doch der Hosentyp. Wenn ich auf meinen Bauch höre, dann möchte der einen Jacke nähen und ein schwarzes Jerseykleid. Aber ich und Jersey... so jetzt muss ich los.... sonst fangen die noch ohne mich an.



Mehr selbstgenähtes und getragenes am MMM gibt es hier.

Schnitt: Burda 9/2011 - Mod. 130 (hier)

Tschüss und liebe Grüße Andrea

27.08.2013

Fotokurs


Neben nähen, stricken, scrappen, dekorieren, kochen.... fotografiere ich gern. Die Zusammenhänge von Blende, ISO und Belichtungszeit kann ich und fotografiere schon lange im manuellen Modus. Trotzdem gab es immer wieder Fragen und Situationen in denen ich an meine Grenzen stieß. Mein Mann gab mir den Stupser und meinte, ich könne doch mal einen Fotokurs besuchen. Ok, keine schlechte Idee. Am letzten Wochenende fand er der statt, der Fotokurs für Fortgeschrittene.

Gelernt habe unter anderem wie ich manuell den Weißabgleich an meiner Kamera einstelle und wie man eine Graukarte einsetzt. 

Das Thema Blitz fand ich hochinteressant, da ich das für mich bisher total ausgeblendet hatte. Blitzen mochte ich nicht. Das soll sich nun ändern, aber zuvor muss ich den internen Blitz reparieren lassen, der fährt nicht mehr aus.

Mein bisher unbenutzter Polfilter kam endlich zum Einsatz und ich war über die Ergebnisse echt begeistert. Ein Polfilter ist vorne drehbar und so kann man damit zum Beispiel störende Spiegelungen herausfiltern. Beachten sollte man dabei, das man schräg (ca. 45°) zum Objekt steht.

links ohne Polfilter - rechts mit Polfilter
Gleichzeitig kann man den Polfilter einsetzen um sattere und tiefere Blautöne im Himmel zu erzielen. Auch hier gilt schräg zur Sonne klapp es am besten. Bei Sonne im Rücken oder Gegenlicht ist das Ergebnis nicht so stark.
links ohne Polfilter - rechts mit Polfilter
Beim praktischen Teil gab es auch einen tollen Tip zur Porträtfotografie bei Sonnenschein. Um störende Schatten im Gesicht zu vermeiden oder das die Person die Augen zu kneift, ist es besser in den Schatten zu gehen. Dabei den Weißabgleich auf Schatten oder Wolken stellen und die Belichtungskorrektur um 1 erhöhen. So fängt man das sonnige Licht ein und die Gesichter sehen schöner aus. Im Foto habe ich die Gesichter der Kursteilnehmer unscharf gemacht, den Effekt kann man daher nicht optimal erkennen, die Stimmung allerdings schon. Probiert es einfach aus.


Am Ende ging es im Kurs auch um Bildgestaltung und Komposition. Also Goldener Schnitt, Perspektiven, Größenverhältnisse, Tiefenwirkung, Linienblickführung und Kontraste. Hier mal ein Bild zur Tiefenwirkung durch optische Ebenen. Vordergrund - Mitte - Hintergrund. Vordergrund ganz nah an der Linse wird unscharf. Mitte scharf gestellt und hinten wieder etwas unscharf.


Das Fazit - der Kurs hat sich voll gelohnt. Vieles was dort besprochen wurde hatte ich schon mal in Bücher gelesen aber nie wirklich probiert. Jetzt hatte ich die Gelegenheit und konnte dazu noch viele Fragen stellen. Es war ein toller Tag.

Zum Ende noch ein typisches Touristenfoto vom Hof der Kulturbrauerei - Berlin (dort fand der Kurs statt).

Liebe Grüße Andrea


Fotokurs - hier
Polfilter -  hier

26.08.2013

InstaABCFee


Im Juli hatte Fee (hier) zum InstaABCfee aufgerufen. Jeden Tag zu einem Buchstabe im ABC ein Foto. Tolle Idee und da ich noch ganz neu bei Instagram (hier) bin, dachte ich mir mach doch einfach mit. Ich fotografiere gerne und viel, aber mir fehlt oft der Blick für Kleinigkeiten. Daher wollte ich mit der Challange versuchen mein Auge zu schärfen und meine Umgebung bewusster und genauer zu beobachten. Manchmal ist es geglückt. Ich habe allerdings große Hemmungen in der Öffentlichkeit auf alles die Kamera oder das Telefon zu halten. Oft komme ich mir dabei ganz schön blöd vor. Daran muss ich arbeiten und ich muss definitiv noch mehr fotografieren. Denn auch hier gilt: Übung macht den Meister. 

Jetzt zeig ich euch meine ABC Ausbeute. Ein paar Buchstaben fehlen aus Zeitmangel oder ich habe kein Motiv entdeckt. Am Ende sind die meisten Bilder zu Hause entstanden.

Am 1. August gings los. A wie Apfel und Apfelmus, B wie Blatt am Baum, D wie Daumen drücken.

E wie erster Schultag an der neuen Schule, F wie Fenster, G wie Gießkanne

H wie Hortensie, J wie Jive am Abend, K wie Katze tief entspannd beim Schläfchen

L wie Lektüe, M wie Mittag essen, P wie Pfingstrose gepflanzt

O wie O, Q wie Quengelchen, S wie Stricken

T wie Tee, U wie Urlaubserinnerungen, V wie Vorfreude auf meinen Fotokurs

Liebe Grüße Andrea

21.08.2013

Stricken für den Winter mit Pauli und Filati


Irgendwann zum Ende des Sommers kribbelt es in meinen Fingern und die Lust zum stricken kehrt zurück. Ich schaue dann was neue und alte Zeitschriften hergeben und überlege was ich so stricken möchte. In diesem Jahr sieht es allerdings anders aus. Die Freude an neuen Strickprojekten muss sich noch gedulden, denn zuerst muss ich die Strickjacke, die ich im letzten Winter begonnen hatte, beenden. Ich bin da hart, es wird nichts Neues begonnen oder neue Wolle gekauft, bevor das Alte fertig ist, auch wenn ich jetzt schon weiß, das wird keine Knaller, also die Strickjacke.


Bei der Strickjacke handelt es sich um die Anleitung Pauli. Als Garn habe ich Baby Merino von Drops genommen und stricke mit Nadel Nr. 3,5. Die Strickjacke wird von oben nach unten gestrickt, was ich für Längenanpassungen sehr vorteilhaft finde. Allerdings bin ich mit der Passform im Schulterbereich nicht so glücklich. Ich habe immer das Gefühl die Ärmel ziehen die Schulter- und Ausschnittpartie runter. Vielleicht fehlen einfach nur Reihen und Maschen.

Auch wenn viele von euch sehr glücklich mit dem Baby Merino Garn von Drops sind, mein Garn ist es nicht. Ich finde es leiert und ungleichmässige Spannung des Strickfadens fallen sofort auf, wodurch das Maschenbild bei glatt rechts unsauber wirkt. Bei einem Muster fällt das sicherlich nicht so auf. Das kenne ich vom Merinogarn bei Lana Grossa nicht. Mal sehen wie sich die Jacke nach dem Waschen verhält.


Ich stricke gerade an der Blende und habe nur noch eine kleines Restknäul. Ich hoffe es reicht. Bei ca. 350 Maschen auf der Nadel komme ich auch nicht wirklich schnell voran.

Frau Nahtzugabe (hier) hat die Strickjacke im letzten Winter gestrickt.

Für neue Anregungen habe ich mir das Filati Magazin gekauft. In der Vorschau (hier) fand ich es gut. Gestern war das Heft in der Post und jetzt bei genauerer Betrachtung stelle ich fest, da ist nicht wirklich was für mich drin. Schade. In diesem Moment ärgert es mich das es bei mir in der Nähe kein Wollladen gibt oder der Zeitschriftenhandel dieses Magazin nicht im Sortiment hat (auch auf Nachfragen). Denn hätte ich das Heft im Laden durchgeblättert, wäre es nicht in den Einkaufskorb gewandert. Aber online sieht es immer anders aus.

Mein Problem mit Winterstrickheften ist immer das Gleiche. Vielleicht kennt ihr das auch. Die Modelle in den Winterausgaben sind schön aber mir oft zu dick, zu voluminös und viel zu warm. Alle meine gestrickten Pullis oder Strickjacken aus schön wärmenden Wollgarnen ziehe ich kaum an, weil viel zu warm. Einige habe ich mittlerweile sogar entsorgt. Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert und verfügen über sehr gut beheizte Räume. Und so nebenbei passen oft die dicken Strickteile nicht unter Jacken. Liebe Woll- und Strickheftehersteller könnt ihr nicht auch in den Winterheften schöne Modelle aus leichten Garnen, vielleicht sogar Sommergarne, vorstellen? In meiner Not durchstöbre ich meine Sommerhefte nach geeigneten Modellen, allerdings Tanktops, Fransen Häkeltops oder Netzpullis mag ich im Winter nicht tragen.
Am Ende habe ich noch keine Idee für eine neues Strickprojekt. Erstmal die geringelte Strickjacke fertig machen und dann vielleicht mit was kleinem beginnen ... ein Mütze(?).

Viel Text heute, hat jemand durchgehalten?
Ich wünsche euch einen sonnigen Tag

Seit lieb gegrüßt Andrea

Notiz am Ende für mich....nie wieder ein Ringelteil stricken. Das Vernähen der Fäden macht echt kein Spaß.

16.08.2013

Gnocchi mit Salbeibutter und Tomaten

Bei uns sind nun schon wieder fast zwei Schulwochen rum und Ole geht immer noch mit großer Begeisterung in die neue Schule. Die Essensversorgung in den Schulen ist ja ein schwieriges Thema. Schmecken soll es, satt soll es machen, gesund soll es sein und die Kosten sollen überschaubar sein. Noch speist Ole nicht in der Schule, wir waren etwas spät mit der Anmeldung und irgendwie zieht sich das wohl auch noch ein bisschen. Er findet das nicht schlimm, da die Schlange an der Essensausgabe ätzend lang ist, die Großen immer vordrängeln und zu Hause schmeckt es doch am Besten. Also koche ich jetzt regelmäßig auch in der Woche. In dieser Woche gab es zum Beispiel frische, selbstgemachte Gnocchi mit Salbeibutter und Tomaten.


Zutaten

600g Kartoffeln
2 Eigelb
60 g Weichweizengrieß
60 g Kartoffelstärke
Parmesan
Mehl
Salz, Pfeffer
2-3 Stiele Salbei
3-4 EL Butter
Tomaten

Die Kartoffeln, ich hatte festkochende das ging auch, waschen und ungeschält in Salzwasser gar kochen. Abgießen, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Die Masse etwas abkühlen lassen. Dann mit Eigelb, Grieß, Stärke und Parmesan zu einem Teig formen. Würzen mit Salz und Pfeffer. Macht euch fürs Kneten gut Mehl an die Hände.


Auf einer bemehlten Fläche aus dem Teig Würmer rollen, in 2 cm lange Stücke teilen und mit einer Gabel eindrücken. Benutzt wirklich einiges an Mehl, sonst bleibt alles kleben. Den Gnocchi tut es gut wenn sie jetzt noch ein bisschen ruhen und trocknen dürfen, so 15 - 20 min. In der Zwischenzeit könnt ihr den Salbei klein schneiden und die Tomaten halbieren. 



Gebt Butter (je Portion ca. 1 EL) in eine Pfanne und lasst sie schmelzen, Parallel kommen die Gnocchi in kochendes Salzwasser. Diese 3-5 min ziehen lassen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Salbei in die Pfanne geben und anrösten. Tomaten mit der Schnittfläche in die Pfanne legen. Mit einer Schöpfkelle die Gnocchi herausnehmen und in die Pfanne geben. Alles zusammen etwa 3 min brutzeln lassen. Auf einen Teller anrichten und mit Parmesan bestreuen.



Ich wünsch Guten Appetit und ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Andrea