14.11.2012

MMM in Marlene



Ich wollte mir doch eine Marlenehose nähen und habe mir dazu im Vorfeld einige Gedanken gemacht und Schnitte verglichen. Ihr könnt das hier nachlesen. 

Schnitt: Burda 11/2012 Mod 130
Stoff: Flanell-Webkaro von buttinette 


Meine Marlenehose sollte weit und leger sitzen. Das macht sie. 
Der Stoff fällt super und ist dazu noch kuschlig und knittert nicht. Der Bund gibt trotz Einlage beim Tragen nach, das mus ich nochmal ändern.
Von Burda ist die Hose taillenhoch angedacht, so dass die Schrittlänge sehr lang ist, wenn die Hose tiefer sitzen soll. 
Auch so finde ich, das der Schnitt großzügig ausfällt. Da ich bei Burda immer zwischen 38 und 40 liege...und ich ja eine legere Hose wollte.....habe ich mich hier für die 40/80 entschieden....38/76 hätte auch gereicht. 
Der Schnitt ist für lange Konfektionsgrößen 72-88. Beim Vergleich der Maßtabellen werden aber nur die Maße für den Oberkörper und die Körpergröße angegeben. Ich denke Frauen mit Normalgröße (36-44) können den Schnitt auch verwenden. Ich bin 170 cm groß. Die Hosenbeine und die Schrittlänge sind lang. Da die Hosenbeine gerade geschnitten sind, kann man diese gut und einfach kürzen. Bei der Schrittlänge würde ich das nächste mal die Nahtzugabe an Bund-Taille weg lassen.



Flache oder hohe Schuhe. Ich mag flache dazu besser. Wirkt sportlicher. Deshalb habe mich bei der Länge an flachen Schuhen orientiert.
Macht eine Marlenehose lange Beine? Nein. Ich finde nicht. Auch sollte man sich davon verabschieden, das man darin schlank und groß wirkt. Trotzdem mag ich meine Hose und hatte sie schon oft an. Da passt im Winter sogar noch was warmes drunter. 
Irgendwie habe ich bei Marlene immer das Bedürfnis die Hände in die Hosentaschen zu stecken. Will ich damit die optische Breite um Hüfte rechtfertigen? 

Habt einen schönen Tag und
jetzt zu den anderen fleißigen Näherin am MMM.

Liebe Grüße Andrea


Nachtrag:
Sewinggalaxy hat mich darauf aufmerksam gemacht, das Seiten- und Rückenansichten sehr sinnvoll sind, um einen Schnitt optimal beurteilen zu können. Ich hatte gerade Zeit und die Sonne schien und so sind schnell ein paar Fotos entstanden. Diesmal auch ohne Hände in den Taschen :). Vielleicht hilft euch das bei der Entscheidung: Näh ich eine Marlenehose und welchen Schnitt nehme ich? Ich habe dabei nochmal festgestellt, dass ich defenitiv den Bund neu machen muss. Er ist so schlabbrig.


Tschüß Andrea

13.11.2012

dies und das

Wir haben die Kürbis-Tomaten Suppe mit Pesto-Ciabatta aus der aktuellen Lecker Special Nr.4 -Christmas Ausgabe nachgekocht. Die Kombination von Kürbis und Tomate kannte ich bisher nicht, konnte mir die Mischung jedoch gut vorstellen. Die Suppe war wirklich lecker. Uns allen hat sie sehr gut geschmeckt. Ich kann sie nur weiter empfehlen. 


Am Sonntag war ich kurz auf dem Stoffmarkt um Sternchenstoff für ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen. Psst was es wird, wird noch nicht verraten.
Das angefangene Rückenteil für einen Pullover muss ich wieder aufribbeln. Zu klein und ich befürchte die Wolle reicht nicht. 300 g sind einfach zu knapp. Ich muss mir was anderes für das Drops Alpaca Silk Garn überlegen. 



Ein neues Kleid nach Burda. Der Saum ist noch nicht fertig, aber das wird noch bis Sonntag zum Bloggerinnentreffen. Ich freu mich schon drauf und bin sehr gespannt auf euch.
Die Marlenehose ist auch fertig. Ich habe sie schon oft getragen. Die ist so kuschlig.


Seit lieb gegrüßt Andrea

07.11.2012

MMM in black




Heute in einem Big Shirt, das garnicht soooo groß ist, dafür sa... oder super bequem. 


Die Idee entstand als ich bei COS einen weiten Wollpullover in kastiger Form anhatte. Eigentlich hätte man ihn auch kaufen können, denn der Preis war OK. Mich störte die Materialzusammsetzung. Der hohe Wollanteil erfordert Handwäsche, die nicht wirklich Spaß macht.

Zum Glück hatte ich gerade einen Rest tollen schwarzen Jersey gekauft. Ich denke das ist ein Romanitjersey. Im Stoffgroßhandel konnte man mir bisher nicht erklären woher der Name Romatjersey stammt und was sich dahinter verbirgt. Ist es eine spezielle Firmenbezeichnung oder ist das die Materialzusammensetzung aus Viskose-Polyester und Elasthan? Weiß das einer von euch?


Der Schnitt ist ein Eigenentwurf, ich gebe euch gerne ein paar Maß und Proportionen weiter (alle ohne Nahtzugabe).

Rückenlänge: 60 cm, das RT ist in der hinteren Mitte ca. 3cm länger als das VT
Schulterbreite: 20 cm
Saumweite im VT: 54 cm
Saumweite im RT: 62 cm
Das Rückenteil hat in der hinteren Mitte eine Naht und ist leicht ausgestellt. Das Vorderteil im Stoffbruch zuschneiden.

hochwasser Arme: 38 cm lang, 32 cm am Armausschnitt, Es ist ein enger schmaler Arm. Saumweite 22 cm.

Rollilänge: 12 cm. Hier habe ich den Stoff doppelt gelegt. Der Rolli hat ca. 52 cm im Umfang. 

Beim Ausschnitt orientiert euch an Shirts, die ihr näht oder im Schrank habt. Haltet den Ausschnitt klein, denkt an den Rolli.

Hose: Coating Jeans von Hallhuber
Schuhe: Jette Chelseaboots von Javari

Schnell noch ein Blick hinter die Kulissen. Schwarz ist ja echt nicht einfach zu fotografieren. Zum Glück schien gerade die Sonne und ich hatte Licht im WZ. Für einen ruhigen Hintergrund, werden schon mal Möbel geschoben und Bilder abgehangen. Als Stativ muss die Leiter mit Kisten und Bücher herhalten. Jetzt still halten ..... nun los .... lös aus....er zommt und zommt ... null Kontrast...jetzt endlich klick klick.... mist gewackelt nochmal...so an die zig mal.
Die Bilder habe ich am Ende nur noch aufgehellt und in den Rot- und Gelbtönen die Sättigung reduziert. 


Jetzt husch zu den anderen MMM Mädels.

Liebe Grüße Andrea

31.10.2012

MMM

Fünf Wochen ist mein letzter MMM Beitrag nun schon her. Jetzt wird es Zeit das ich wieder mit einsteige. Ich habe euch vermisst.

Mein Pencilskirt, bei dem ich mich von Burberry inspirieren lassen habe, ist schon lange fertig. (Über die Entstehung habe ich hier berichtet.) Bisher war mir allerdings noch nicht danach ihn zu tragen. Das liegt wohl am langen und warmen Urlaub. Ich mache auch immer noch einen großen Bogen um Winterjacken und lange Stiefel. 

Gestern habe ich ihn endlich ausgeführt und mich sehr wohl darin gefühlt. 


Der Rock sitzt optimal und die Länge mag ich. Die Taschenklappen sind dezent und tragen nicht auf, setzen dennoch einen modischen Akzent. Der Gürtel gibt dem Outfit Farbe. Allerdings rutscht er im Alltag hinten hoch und ist daher nicht so praktisch.


Ich habe mir den Gürtel in Singapore bei Burberry im Original angeschaut. Ich verstehe nicht warum so ein Gürtel über 300 Euro kosten muss. In diesen Fällen bin ich froh, und euch geht es bestimmt oft nicht anders, dass wir uns manches selber machen können. 

Ich gebe euch gerne eine kleine Anleitung für den Gürtel: 
Er hat innen einen 3,5 cm breiten schwarzen Gummi und wird vorne mit einem Hacken-Rockverschluss geschlossen. Bei der Länge des Gummis müsst ihr euch nach eurer Taille richten. Macht es nicht zu eng sonst sperrt der Verschluss. Der bordeauxfarbene Außenstoff ist ein Rest von meiner Bluse (hier). Ich habe die komplette Stoffbreite von 150 cm x 9 cm zugeschnitten, doppelt genommen, die lange Seite abgenäht, gewendet, den Gummi eingezogen, die Enden eingeschlagen und festgenäht. 
Für die Schleife habe ich 4 Stoffstücke in 10 cm hoch x 13 cm lang zugeschnitten. Fertiges Maß 8 cm hoch x 5,5 cm lang.
Ab jetzt alles mit der Hand nähen. Die Schleifenteile vorn zusammenlegen, stecken und versetzt annähen, dabei auch durch den Gummi stechen, sonst hält das nicht. 
Die Maße sind incl. 1 cm Nahtzugabe.
Viel Freude beim Nachmachen.


Basisrockschnitt: SisterMag Nr. 1
Reißverschlusstutorial: Pattern Runway
Material: 100% Fischgrät Schurwolle von Hüco Berlin

Und nun ab zu den anderen MMM Mädels. 

Liebe Grüße Andrea


30.10.2012

Marlenehose

Die weiten Hosen im Stil von Marlene Dietrich stehen bei mir jeden Herbst auf der Wunschliste. Im Laufe meiner vielen Nähjahre sind einige weite Hosen entstanden. Dabei habe ich die unterschiedlichsten Schnitte probiert mit guten bis mäßigen Erfolg. Jetzt wollte ich mich der Herausforderung erneut stellen und habe dazu im Vorfeld ein bisschen im Netz recherchiert. 

1. Wie sollte eine Marlenehose sitzen?
- sie sollte am Po, Hüfte und Oberschenkel locker und leger fallen
- eventuell kann sie eine Nummer größer sein
- hoch geschnittene Modelle haben oft 1-2 Falten
- auf Nahttaschen verzichten
- hohe Schuhe verlängern die Beine und sind wichtig bei kleinen Frauen
- flache Schuhe wirken sportlich, unkompliziert und casual

2. Schnitte
Burda hat eine große Schnittauswahl an Marlenehosen. Ich habe 3, eher klassische Schnitte, verglichen. Sicherlich gibt es noch andere Schnitte von anderen Herstellern. Für Tips und Anregungen bin ich da sehr dankbar.

Schnittzeichnungen quelle Burda

links: Burda 10/2010
- vorn und hinten Abnäher
- unten sehr weit, zu weit für mich
-Hüftpassentaschen sehr gut

mitte: Burda 10/2011
- vorn und hinten Abnäher
- Nahttaschen, eher unvorteilhaft
- sehr weit unten

rechts: Burda 11/2012
- Falten
- Hüftpassentaschen
- Saumweite mit 58 cm ausreichend
- Bund soll in der Taille sitzen

3. Meine Vorstellungen wie meine Marlenehose sitzen sollte.
Dazu muss ich noch eine Begebenheit erzählen, die sich eingeprägt hat. Vor ca. 2 Jahren habe ich, in einem Stoffgeschäft, eine Frau mit DER Marlenehose gesehen. Die Frau war groß, sehr schlank mit einem breiteren Becken. Optimale Vorraussetzungen für Marlenehosen. Ihre Hose saß leger auf der Hüfte. Ein bisschen hatte man den Eindruck die Hose wird nur durch den Gürtel gehalten. Die Hose war sehr weit geschnitten mit Falten und Umschlag. Dazu war die Hose beige rot kariert. Der Hammer. Ich fand die Frau sehr schick und trotz flachen Schuhen wirkte sie feminin und klassisch. Leider habe mich nicht getraut sie anzusprechen und nach einem Schnitt zu fragen. 

Soviel zu meinem Idealbild von einer Marlenehose, das bei mir so nicht umsetzbar sein wird, da ich zwar mit 1,71 m eine gute Größe mitbringe, aber dafür mit viel zu kurzen Beinen "beschenkt" worden bin. Trotzdem sollte meine Marlenehose so sitzen:
- ich möchte es mit Falten versuchen
- sie sollte leger sitzen, ob in der Taille oder Hüfte wird die Anprobe zeigen
- die Hosenbeine sollten gerade geschnitten sein, bloss nicht ausgestellt 

Hier ein paar Ideen.

4. Los geht's
Ich habe mich für den Schnitt aus der aktuellen Burda entschieden, da Falten, gerade Hosenbeine, Taillenhoch.

Der Stoff spielt bei einer weiten Hose eine große Rolle. Er darf niemals steif und fest sein, sondern weich mit einem guten Fall, so das die weiten Hosenbeine schön um einen herum schlabbern können. 

Mein Stoff ist ein Flanell-Webkaro von buttinette (hier). Der Stoff ist sehr weich, knittert nicht und fällt sehr gut. 

Ich werde dann über Erfolge oder Misserfolge berichten.

Liebe Grüße Andrea