05.10.2016

#Stricken 3punkt0

In der letzten Woche war ich in Berlin in den Räumen von Makerist zum Strick-Bloggertreffen eingeladen. Es war ein spannender Abend und ich war glücklich, unter den Gästen gewesen zu sein. Heute möchte ich euch ein bisschen davon berichten. 



Makerist, bekannt für ihre detaillierten Video Kurse im Bereich Nähen, Stricken, Häkeln und weiteren kreativen Tätigkeiten, hatte in Zusammenarbeit mit Prym und dem OZ-Verlag das Event organisiert. Wir waren ca. 30 strick- oder häkelbegeisterte Frauen. Die meisten Blogger kannte ich nicht und der Abend reichte nicht aus alle kennen zulernen. Ganz besonders hatte ich mich gefreut Marisa von maschenfein.berlin, Kerstin von stine & Stich und Sabine von fritzicreativ getroffen zu haben. In geselliger Runde saßen wir beieinander, strickten, quatschten und waren immer wieder an Wolle fühlen. Ach, das war so schön.




Prym hatte für uns die neue prym.ergonomics Stricknadel dabei. Die wird es erst ab Winter im Handel geben. Wir durften sie vorab testen.
Die Nadeln, die aus einem High Performance Kunststoff gefertigt werden, sind ganz leicht, etwas flexibel, dreieckig ergonomisch geformt und sie haben eine runde tropfenförmige Spitze, die sogenannte 'Hook tips'. Die Spitze fand ich erst merkwürdig, ich stricke gern mit spitzen Nadeln, aber beim Testen machte sich der kleine Tropfen an der Spitze sehr gut. Er unterstützt wirklich gut die Fadenführung. 
Die dreieckige Form der Nadel empfand ich sehr angenehm. Sie lag gut in der Hand. 
Meine Maschen rutschten allerdings nicht optimal über die Nadel, vielleicht liegt es daran, dass ich recht fest stricke.






Stricknadeln ausprobieren geht natürlich nicht ohne Wolle und so konnten wir uns über Garne von 19 Wollherstellern (u.a. ITO, Gründl, Lang Yarns, Lana gross, Katia, Online...) freuen, die uns exklusiv ihre neuesten Garne der aktuellen Herbst/Winter Kollektion zur Verfügung stellten. Ich sage euch, es war traumhaft und am Ende durften wir Wolle mitnehmen. Mein momentaner Favorit die Mohairlana von Lana grossa war auch dabei. 5 Knäule konnte ich erhaschen. 



Von den Garnen des jungen Wolllabel Lamana hatte ich schon oft gelesen. Die Garne selbst habe ich aber noch nie probiert. Deshalb freute es mich besonders, dass auch Lamana mit wunderschönen Garnen vertreten war. Die graue Wolle ist das wunderbar weiche Cusco Garn. Ich dachte erst, es ist Merinowolle, da es sich so glatt anfühlte, aber nein es ist 100% Alpaka. Das flauschige rosa Garn ist Cusi von Lamana. Tanja hat gerade einen wunderschönen Cardigan aus der Cusi gestrickt. Ich habe von dem rosa Alpakagarn 100 g, mal sehen, ob es für ein Tuch reicht.



Am nächsten Tag wieder daheim war ich immer noch überwältigt von meinen Eindrücken, aber auch voller Elan für neue Strickprojekte. 

Liebe Grüße Andrea



26.09.2016

Wintermantel Sew Along - Teil 1

In diesem Jahr gibt es wieder einen Wintermantel Sew Along und mit viel Freude bin ich dabei. Meine genähten Jacken aus den letzten beiden Jahren trage ich gern und oft (2014 blauer Mantel, 2015 schwarze Woll-Bikerjacke).

Für dieses Jahr habe ich folgende Wünsche an meine Jacke:
- gerade, oversize Form
- überschnittene Ärmel
- gerne zweireihig
- knielang
- Reverskragen

Stoff und Farbe:
Da bin ich noch offen und lass mich gern im Stoffladen inspirieren. Sicherlich wird es etwas in grau-schwarz. Es kann uni sein aber auch Karo, Tweed, Leo oder Flausch kann ich mir gut vorstellen.

Schnitt:
Bisher habe ich zwei Schnitte in die engere Wahl gezogen. Wobei der Erste, Burda 116 - 11/2015 mein Favorit ist, auch wenn er nur einreihig ist. Bedenken habe ich noch mit dem sehr großen Kragen, nicht dass er mich erschlägt. Viele sehr schöne Umsetzungen habe ich auf der russischen Burdaseite entdeckt.  



Des weiteren gefällt mir der gerade und lässig geschnittene Gehrock, Burda 101 - 08/2012 sehr gut. Daran mag ich den schmalen Kragen sehr und das sich der Mantel nach unten verjüngt.





Na mal sehen was es wird. Ich habe schon gesehen, dass andere Mitnäherinnen auch den Mantel aus der Novemberburda 2015 in die engere Wahl gezogen haben. Das wäre ganz vorteilhaft für einen Erfahrungsaustausch. 


Schön das wir uns alle wieder auf dem me made Mittwoch Blog treffen und Karin und Nina die Organistaion übernommen haben.


Liebe Grüße Andrea


21.09.2016

Ravello Sweater


So viele tolle Farben - wie soll man sich da nur entscheiden. Und da mir die Auswahl so schwer fiel, zog sich meine Entscheidung den ganzen Sommer hin. Bei dem Garn handelt es sich um Coast von Holstgarn, ein Merino-Baumwollgemisch. Das Garn wollte ich unbedingt mal ausprobieren, da mich die Wollzusammensetzung reizte, dann ist die Wolle unglaublich ergiebig und sie wurde schon so oft auf ravelry (Strickcommunity) verstrickt, was ein gutes Zeichen ist. 


Ich hatte mich am Ende für die Farbe Dove entschieden - ein sehr helles Lichtbeigegrau. Als helle Töne gibt es noch Ecru und Ivory, die waren mir beide zu gelblich. Ein reines weiß gibt es nicht.

Ich stricke aus der Wolle einen Pulli nach der Ravelloanleitung. Der klassische Ravello wird aus drei Farben und mit Streifen gestrickt. Finde ich sehr schön. Da aber meine Maschenprobe so gar nicht mit der Anleitung übereinstimmt, wollte ich erst mal einen uni Ravello stricken und gucken, wie es so läuft.

Meine Maschenprobe: 25 M x 36 R mit Nadel 3,5 und einfädig (Ravello 22,5 M x 30 R).
Ich stricke jetzt die Größe L in der Hoffnung später bei S zu landen. Im oberen Teil habe ich bei den Raglanzunahmen noch 10 zusätzliche Reihen gestrickt.  

Glatt rechts in Runden mit Nadel 3,5 geht recht flott. Ist man erst mal mit der Raglanzunahme durch, strickt man nur noch gerade runter, ohne viel nachzudenken. Sehr erholsam so zu arbeiten. Noch sieht das Maschenbild dünn, unruhig und ungleichmäßig aus. Aber nach dem Waschen plustert sich das Garn auf, es wird kuschliger und das Maschenbild sieht saubere aus. Ich hoffe nur, es läuft nicht so stark ein.

Liebe Grüße Andrea



verlinkt mit maschenfein.berlin - Auf den Nadeln im September

14.09.2016

Travel Guide : Kuala Lumpur

Lange ist der letzte Blogeintrag her aber jetzt bin ich wieder soweit das ich Lust und Spaß am bloggen habe. Zu allererst möchte ich euch auf einen Urlaubsrückblick mitnehmen.
In diesem Jahr hatte es uns in die Ferne gezogen und so waren wir 3 Wochen im August in Südostasien. Unser Ziel war Indonesien. Da man sehr lange nach Bali fliegt, bot sich ein Stopover in Kuala Lumpur mit Sightseeing an.



Nach zwei ruhigen Flügen (Berlin-Doha-KL) mit wenig Schlaf waren wir spät am Abend in KL gelandet und nahmen ein Public Taxi zu unserem Hotel. Dabei konnten wir schon einen ersten Blick auf DAS Wahrzeichen von KL, die Petronas Twin Towers, werfen. Sehr beeindruckend. Das Hotel (Impiana KLCC Hotel) war für uns optimal, es liegt im Zentrum so dass wir viele Highlights per Fuß erreichten, aber auch zwischendurch im Pool Entspannung fanden. 


Um den Jetlag möglichst schnell in Griff zu bekommen, standen wir am nächsten Tag früh auf und machten uns auf den Weg die Gegend zu erkunden. Wir liefen durch Straßenschluchten um uns herum nur Hochhäuser oder wir bewegten uns unterirdisch in klimatisierten langen und breiten Gängen fort und gelangten so von Gebäude zu Gebäude. Unser erster Stopp waren die Zwillingstürme. Die Petronas Twin Towers sind zur Zeit das höchste Wolkenkratzerpaar und mit 452 m (88 Etagen) der fünfthöchste Wolkenkratzer. Und ich kann euch sagen, sie sind wirklich beeindruckend. Man steht ganz klein am Boden, starrt in die Höhe und denkt das nimmt kein Ende und wie hält das überhaupt, wackeln die Türme an der Spitze? Wir werden es rausbekommen, denn mein Mann wollte da unbedingt rauf. Also gut, los gehts. So einfach ging es dann doch nicht los. Es dürfen pro Tag nur eine bestimmte Anzahl an Besucher auf die Türme und das als geführte Gruppe. Wir bekamen keine Karten mehr, konnten aber Karten für den nächsten Tag kaufen. 



Nach einer Sicherheitskontrolle am Eingang brachte uns der Fahrstuhl in Windeseile in den 41st floor. Wir befanden uns nun 170 m über den Boden und konnten auf der Skybridge, die beide Türme verbindet, herumlaufen und einen fantastischen Blick auf die Stadt genießen. Nach ca. 15 min wurden wir gebeten die Brücke zu verlassen und weiter ging die Fahrt nach ganz oben in den 86th floor auf das Observation Deck. Übrigens sind wir jetzt in 370 m Höhe. Eigentlich habe ich es nicht so mit der Höhe, aber hier machte es mir gar nichts aus. In KL wurde alles hoch hinaus gebaut und irgendwie befand ich mich ständig oben und so wurde die Höhe ganz normal für mich. Oben in der Spitze von den Twin Towers zu sein war grandios und es wackelt da nichts. Der Blick ist überwältigend. Wir hatten ca. 1/2 Stunde Zeit um den Ausblick zu genießen und uns die Ausstellung anzugucken, danach ging es wieder abwärts. Die Besichtigung war super organisiert, dadurch auch nie zu voll, besonders an den Fenstern um Fotos zu machen :))) und wir hatten kein Gefühl gehetzt zu werden. Alles top und sehr empfehlenswert. (die Karten für uns drei hatten 45 Euro gekostet)









Einen weiteren wunderbaren Blick auf die Stadt und diesmal mit den Zwillingstürmen in der Skyline hatten wir vom KL Tower oder Menara Kuala Lumpur Fernsehturm. Wir haben das Open Deck in 300 m Höhe angestrebt und waren mutig genug in die freischwebende Skybox zu steigen. Der Glasboden war von der Sonne allerdings unglaublich heiß, das man kaum darauf stehen konnte. Schuhe waren verboten. Es ist schon ein verdammt komischen Gefühl so weit oben über dem Boden zu schweben, aber es war auch verdammt cool. (ca. 68 Euro für uns drei)







Nach so viel Eindrücken tut eine Stärkung gut. Wir sind dazu nach Chinatown (Petaling Street) gefahren. Das lag nicht bei uns in der Nähe, aber mit der U-Bahn waren wir ruck zuck da. In Chinatown geht das bunte Leben erst ab späten Nachmittag los und wenn die Laternen leuchten sieht es richtig urig aus. Neben vielen leckeren oder auch merkwürdigen Gerichten kann man dort auch Shirts, Taschen, Schuhe, Souvenirs... kaufen. 




Ein weiterer Touristenmagnet und eine beliebte Pilgerstätte für die Hindus sind die Batu Caves die etwas außerhalb von KL liegen. Mit dem KTM Komuter (Regionalzug) waren wir in 30 min da und dann läuft man einfach den Massen hinterher. Sehr beeindruckend am Eingang die riesige, goldene Statue. Über viele Stufen gelangt man in die Höhlen mit seinen Tempeln und Schreine. Vergesst bitte ein Tuch nicht, nackte Beine sind nicht erwünscht. Die vielen Stufen zu besteigen war in der Wärme sehr anstrengend und schweißtreibend. Die Affen auf den Stufen sorgen allerdings für Abwechslung. Aber passt auf eure Sachen auf, die Affen sind recht frech. Wir hatten Glück. 





An unserem letzten Abend in Kuala Lumpur ging es wieder noch oben. Wir genossen den Sonnenuntergang bei einem kühlen Getränk in der Heli Lounge Bar in der 34. Etage des Menara Hochhauses. Tagsüber landen dort Helikopter, am Abend (ab 17.00 Uhr) kann man den fantastischen Ausblick auf die Stadt genießen, aber Achtung es gibt kein Geländer, man steht da echt oben auf dem Dach. Ich sag nur crazy. Leider erst ab 17 Jahre erlaubt. Unser Ole durfte nicht rauf. Auf das Dach gelangt man nur mit einem Getränk, das man sich eine Etage tiefer in der Bar kauft. 




Nach drei beeindruckenden Tagen mit vielen tollen Erlebnissen in Kuala Lumpur ging es nun weiter nach Bali. 

Davon berichte ich euch in den nächsten Tagen.

Liebe Grüße Andrea


06.07.2016

MMM mit Archer Shirt No.2


Ich war ja von meinem ersten Archer Shirt so begeistert, dass ich gleich ein Zweites genäht hatte. Dieses Shirt ist wieder ärmellos und hat einen Mao Kragen. Am Kragen musste ich einiges probieren und ändern. Ich hatte zuerst den ganz normalen Kragen nur halt mit Kragensteg und ohne den Umschlagkragen genäht. Das war mir zu dicht am Hals und so habe ich daraufhin den Ausschnitt vergrößert (vor allem vorn und seitlich) und einen neuen flachen Kragensteg angenäht.   

Die Knöpfe habe ich meinem Brustpunkt angepasst und nun sperrt nichts mehr. Die Arme sind nicht ganz so weit ausgeschnitten, wie bei meiner ersten Variante.



Der grafische Stoff eine wunderschöne Baumwolle mit kleinen grauen Dreiecken. Der Stoff hat etwas Stand, ich mag sowas.

Die Bluse mal reingesteckt und mal draußen. Und auch mal von hinten, da seht ihr die schöne Falte im Rückenteil.




Trotzdem habe ich das Gefühl das irgendwas an der Bluse nicht passt, also nicht die Passform, eher die Proportionen oder das Design betreffend. Ist sie zu kurz, ich habe aber nichts an der Länge geändert? Ist es der runde Ausschnitt, der das Shirt etwas altbacken macht? Oder ist es diese Popover/Tunika Variante? Wäre ganz klassisch durchgeknöpft mit Kragen besser gewesen? Eine angedachte dritte Variante habe ich erstmal auf Eis gelegt.




verlinkt mit me made mittwoch

Liebe Grüße Andrea