07.12.2016

MMM mit Inari Tee Dress


Das Inari Tee Dress ein wunderschönes schlichtes Sommerkleid entworfen von Named Clothing. Das Kleid hat kurze Ärmel, verjüngt sich zum Saum, hat seitlich kleine Schlitze, ist hinten länger als vorn und es ist verschlusslos. Es gehört in die Kategorie "Sackkleid" da es keine Taille hat, aber yeah es ist kein "Sackkleid". Ich denke, es fällt so toll, weil es nach unten schmaler wird. Durch die Schlitze hat man wieder genug Bewegungsfreiheit beim Laufen. Über dem Po sitzt es sehr schmal. 



Immer wieder lief mir der Schnitt über den Weg und meistens war ich sofort begeistert. Aber ein Sommerkleid im Winter nähen? Warten bis zum nächsten Sommer? Neee ich wollte den Schnitt endlich ausprobieren. 
Genäht habe ich es in Größe 38 und es passt super. Im Rückenteil musste ich eine Naht setzen, da ich nur noch einen Rest von einem schwarzen Viskose-Polyester-Elasthan Stoff hatte.


Ja und auch ein Sommerkleid kann man wunderbar und unterschiedlich im Winter kombinieren. Ich trage es jetzt als Tunika mal mit Shirt darunter oder mit Rolli und schick mit Bluse gefällt es mir auch. Wichtig ist nur das ich bei meinem Stoff eine glatte oder beschichtete Hose dazu tragen, sonst bleibt es am Po hängen. Eine Stumpfhose gefällt mir nicht dazu, da ist mir der Schlitz zu lang oder das Kleid zu kurz. Im Sommer mit nackten gebräunten Beinen kann ich es mir wieder supertoll und clean vorstellen. 


Hin und wieder hatte ich von Passformproblemen am Arm gelesen. Ich hatte zuerst den Originalarm zugeschnitten und eingenäht. Leider bildeten sich am Vorderteil ganz viele Falten. Daraufhin habe ich die Armkugel abgeflacht, indem ich den Arm parallel zum Fadenlauf aufgeschnitten hatte und ihn um 3 cm gesperrt. Die Mehrweite habe ich an der Ärmelnaht wieder weggenommen. Zum Schluss die Saumlinie begradigen. Im Foto könnt ihr meine Änderungen gut erkennen. Alternativ könnt ihr euch auch die Änderungen von Carolyn ansehen. 


Meine Kamera mit dem Telefon fern auszulösen ist immer noch klasse, leider ist das Telefon mit auf den Bildern. Ich habe noch keine Lösung dafür gefunden. 

Jetzt schaue ich erst mal beim Me Made Mittwoch vorbei, was ihr so Tolles genäht oder gestrickt habt.

Liebe Grüße Andrea


Hose, Rolli, Bluse - Hallhuber
Ringelshirt - Boden
Boots - hm
Turnschuhe - Puma
Netzsocken - Asos

30.11.2016

MMM mit Lieblingsstück und Klassiker



Vor ein paar Wochen hatte ich mir diese graue Hemdbluse genäht und seitdem ist sie ein Lieblingsstück. Ich trage sie fast rundum die Uhr. Eine Hemdbluse geht ja irgendwie immer, lässt sich variabel stylen und in grau einfach zu kombinieren. Sie ist halt ein Klassiker.




Der Stoff ist ein grauer Chambrey von Stoff & Stil. Er ließ sich nicht nur einfach verarbeiten, er trägt sich auch fantastisch. Weich und gemütlich und knitterarm. Ich kann ihn sehr gut empfehlen.

Der Schnitt ist das Archer Button Up Shirt von Granline Studio. Im Sommer hatte ich schon zweimal (hier und hier) die ärmellose popover Variante genäht. Da ich beide Blusen gern getragen hatte, war schon im Sommer klar das es eine klassische langärmlige Variante davon geben muss. 
Vor dem Zuschnitt hatte ich zwei Anpassungen vorgenommen. Ich habe die Bluse um 5 cm verlängert und den Ärmel schmaler gemacht und das Armloch angepasst. Genäht habe ich Größe 6.


Die Knöpfe an der vorderen Leiste sind anders aufgeteilt als im Original. Die Manschetten sind mir sehr gut gelungen.

Und was sind eure Lieblingsnähstücke? Zeigt ihr sie heute beim Me Made Mittwoch? Ich bin immer ganz glücklich, wenn so ein Teil entsteht. 

Liebe Grüße Andrea

24.11.2016

Cusipulli


Mein aktuelles Strickprojekt ist ein Pullover aus flauschiger Lamana Cusi Wolle. Das Garn fühlt sich wie Mohair an, ist aber 100% Alpaka. Ich hatte vom Stricktreffen zwei Knäule Altrosa und wusste erst nicht was daraus entstehen soll. Ein Schal oder Tuch mochte ich nicht stricken, da ich das Garn im Gesicht nicht so angenehm finde. 
Beim Stöbern im Netz bin ich auf die Berliner Strickdesignerin Sabrina Weigt gestoßen. Ihre Strickmode ist ein Traum, so zart und clean, zeitlos und modern. Sie arbeitet mit hochwertigen Materialien wie Seide, Mohair oder Kaschmir. Einige ihrer Modelle sind ein Material- oder Farbmix und da hat es Klick bei mir gemacht. Mein Cusipulli werde ich im Farbmix aus drei Farben stricken. Begonnen habe ich mit Altrose für das Vorher- und Rückenteil. Den oberen Bereich vom VT und RT stricke ich in Maronenbraun. Eine Farbe, die ich online nie ausgewählt hätte, die mich aber im Laden und live total begeistert hat. Die Ärmel werden Silbergrau.
Eine Anleitung für den Pulli habe ich nicht. Ich stricke wieder nach Gefühl und mit Nadel Nr. 4.

Übrigens ist Sabrina Weigt Gewinnerin des Etsy Awards 2016 im Bereich "Fashion & Accessoires". Ein Interview von ihr findet ihr hier

Liebe Grüße Andrea

21.11.2016

Stoffkorb


Vor Kurzem hatte meine Schwester Geburtstag. Da sie sich vor ein paar Wochen am Strickfieber angesteckt hat, habe ich ihr einen Stoffkorb genäht und geschenkt. In der großen Tasche kann sie ihr Strickzeug gut verstauen. Innen gibt es zwei Fächer für wichtige Utensilien.  


Ich habe die Anleitung inclusive Schnittmuster von dawanda -do-it-yourself. Den Korb habe ich um 2 cm in der Höhe gekürzt. Er ist 26 cm hoch und hat einen Durchmesser von 24 cm. Die in der Anleitung beschriebenen Henkel waren zu kurz. Diese hier sind 30 cm lang. 
Im Korb befindet sich mein momentanes Strickprojekt - ein Pulli aus Lamana Cusi.

Liebe Grüße Andrea

13.11.2016

Wintermantel Sew Along . Finale

Herzlich willkommen zum Finale des diesjährigen Wintermantel Sew Alongs. Passend zum Thema ist es seit ein paar Tagen richtig frostig. Mein Mantel trage ich seitdem täglich und er war somit genau zum richtigen Zeitpunkt fertig. Meine Bedenken aus dem letzten Post, dass die zusätzliche wärmende Einlage aus Thinsulate zu dick wird und der Mantel dadurch an Fall und Leichtigkeit verliert, haben sich mittlerweile zerstreut. Ich bin ganz froh über die warme Einlage. Mein Mantel ist wirklich schön warm. 


Nun zu ein paar Eckdaten: 
Schnitt: burdastyle Mod. 101 - 08/2012 genäht in Größe 38

Stoff: ein schwarz-grauer Wollboucle vom Stoffmarkt

Einlage: Vlieseline H410, alle Schnitteile komplett damit und quer zum Fadenlauf bebügelt
wärmende Zwischeneinlage Thinsulate P80, (am Kragen und am Beleg kein Thinsulate verarbeitet) 

Futter: schwarzes Venezia Futter

sonstige Materialen: Schulterpolster, Ärmelvlies, Nahtband, 2 große schwarze Druckknöpfe

Kosten: ca. 90 Euro Gesamtkosten 


Zuschnitt:
Ich hatte öfters gelesen, dass die Schulterbreite auch bei diesem Schnitt etwas breit ist. So habe ich schon im Papierschnitt die Schulterbreite um 1,0 cm verschmälert. Leider finde ich dazu keine bebilderte Anleitung im Netz. Ich habe die Änderungen wie im Burda Nähbuch S.36 beschrieben gemacht.
Das sehr lange Revers habe ich etwas gekürzt. Ich habe den Umbruchpunkt um 4 cm nach oben gelegt. Somit sitzen die Drucker auch 4 cm höher und die Jacke ist nach oben hin nicht ganz so weit offen. 
Die schräge vordere Kante hatte ich im Schnitt etwas begradigt. Das gefiel mir am Ende nicht so gut und so habe ich doch die schräge vordere Kante genäht. 




Nähen: 
Der Stoff franste sehr stark aus. So habe ich, nach dem alles mit Vlieseline beklebt war, alle Kanten mit der Overlock versäubert. Eigentlich Quatsch bei einer gefütterten Jacke, aber es ersparte mir viel Dreck beim Nähen. 
Änderungen musste ich keine vornehmen. Die Jacke passt super. Zumal auftrennen echt schwierig wäre da ich Oberstoff und Thinsulate zusammen vernäht hatte. 
Beim Kragen musste ich ganz schön grübeln. Die Anleitung war nicht so leicht zu verstehen, aber am Ende hat es geklappt. Der Abnäher im Vorderteil wird zusammen mit dem Annähen des Kragens geschlossen. 
Die Tascheneingriffe finde ich schmal bemessen. Ich bleibe da gern hängen. 


Ich freue mich über meinen neuen Wintermantel. Er ist schön warm und ich finde ihn schick und stylish. Den Schnitt kann ich gut empfehlen. 
Weil bei dem Mantel alles so super geklappt hat, habe ich Lust auf einen weiteren Mantel. Mich reizt der Schnitt Waffle Patterns Bamboo. Ich glaube, da gibt es noch andere, die den Schnitt mögen. Vielleicht könnte man im neuen Jahr dazu ein Sew Along starten.

Gespannt bin ich auch auf eure Ergebnisse. Heute Abend werde ich mich in Ruhe durch den memadeMittwoch - Wintermantel Sew Along Finale klicken. Jetzt geht es noch mal mit Mantel an die kalte frische Luft. Die Sonne scheint bei uns gerade so schön. 

Liebe Grüße Andrea


12.11.2016

Anleitung Mohair Flauschcardigan




Hier nun die Anleitung zu meinem Mohaircardigan. Im Post zuvor habe ich geschrieben, dass ich die Jacke zu lang finde. Die Anleitung, die ich euch zur Verfügung stelle, ist so, wie ich ihn gestrickt habe. Wer ihn also kürzer möchte, dem empfehle ich, VT und RT um 6 Reihen zu kürzen (die Ärmel nicht kürzen). Und im Bereich der Passe die 1. und 2. Abnahme um 2 Reihen nach vorn zu verlegen.


Anleitung Mohaircardigan mit Passe

Material:

  • 250 g (10 Knäule) Lana Grossa Mohairlana (42%Mohair, 33% Schurwolle, 25% Polyamid), ich hatte Farbe 019 - Graublau
  • Nadel Nr. 9 
  • eine Fusselrolle :-)))

Größe: S/M

Maschenprobe: 9 M x 14 R auf 10 x 10 cm

Muster: die Wolle dreifädig - in glatt re und für die Blende über 5 M kraus rechts - verstricken, 
glatt re: Hinreihe rechte Maschen, Rückreihe linke Maschen
kraus re: Hin- und Rückreihe rechte Maschen stricken

Vorderteil: 24 Maschen anschlagen. In der 1. Reihe die ersten 5 M für die Blende re stricken, die restlichen Maschen abwechselnd 1 M re / 1 M li stricken (damit der Saum nicht hochrollt). Dann glatt rechts weiter stricken. Beginne mit einer RückReihe bzw. mit einer Reihe von linken Maschen. Dabei die 5M für die Blende in jeder Reihe rechts stricken.
Nach 44 Reihen - 34 cm die Maschen auf einer Hilfsnadel stilllegen. Die letzte Reihe sollte eine RückR.

Das zweite Vorderteil gegengleich stricken.

Rückenteil: 50 Maschen anschlagen. In der 1. Reihe abwechselnd 1 M re / 1 M li stricken. Die folgende Reihe alle Maschen li stricken dann glatt re bis 34 cm - 44 weiterstricken.  Die letzte Reihe sollte eine RückR. Maschen auf einer Hilfsnadel stilllegen. 

Ärmel: 18 Maschen anschlagen und den Bund über 12 Reihen. Den Bund in 1 M re/ 1 M li stricken. Danach glatt rechts weiterarbeiten und in der ersten Reihe 15 M verteilt zunehmen = 33 M. Nach 40 Reihen - 38 cm den Arm stilllegen und den zweiten Arm genauso stricken.  Die letzte Reihe sollte eine RückR.


Passe: Alle Teile in der richtigen Reihenfolge auf die 9er Nadel schieben. 
VT1(24M) - Arm(33M) - RT(50M) - Arm(33M) - VT2(24M) = 164M 
Die Blende am VT weiterhin kraus rechts stricken.

1. R - HinR: alle Maschen re stricken. Für das Passenmuster fehlen noch 2 Maschen daher beidseitig 1M am Übergang VT-Arm zunehmen = 166 M.
Gleichzeitig die Übergänge der einzelnen Teile verkreuzt abstricken. Das bedeutet zum Beispiel am Übergang VT1 zum Arm. Die letzte Maschen vom VT vorsichtig von der Nadel schubsen, dann erst die 1. M vom Arm stricken und dann die runtergeschubste Nadel vom VT1 stricken. Dann weiter mit den Ärmelmaschen. 
2. R - RückR: Die Blende 5M re, sonst alle M li
3. R - HinR : alle M re
4. R - RückR: Die Blende 5M re, sonst alle M li
5. R - HinR: Passeneinteilung - 5M re (Blende); *1M re, 4M li,* von * 30 x wiederholen; 1M re; 5 M re 
6. R - RückR: 5M re (Blende); *1M li, 4M re;* von * 30 x wiederholen; 1M li; 5 M re 
Reihe 5 und 6 bitte 4mal wiederholen
15. R - HinR: 1. Passenabnahme: 5M re; *1Mre, 2mal 2M links zusammenstricken*; von *30 x wiederholen; 1M re; 5 M re = 104 M
16. R - RückR: 5Mre; *1 M li, 2 M re*; von * 30 x wiederholen; 1M li; 5 M re
17. R - HinR: 5Mre; *1 M re, 2 M li*; von * 30 x wiederholen; 1M re; 5 M re
Reihe 16 und 17 bitte 4mal wiederholen
26. R - RückR: 2. Passenabnahme: 5M re; *1M li, 2M re zusammen stricken*; von * 30 x wiederholen; 1M li; 5M rechts = 73 M
27. R - HinR: 5M re; *1M re, 1M li*; von * 30 x wiederholen; 1M re; 5 M re
28. R - Rück-R: 5M re; *1M li, 1M re*; von * 30 x wiederholen; 1M li; 5 M re
29. R - HinR: 5M re; *1M re, 1M li*; von * 30 x wiederholen; 1M re; 5 M re
30. R- RückR: 3. Passenabnahme: 5M re, 15 x 2 M li zusammenstricken; 1 x 3 M li zusammenstricken; 15 x 2 M li zusammenstricken; 5M re = 41 M
31. R - HinR: 5 M re; 31 M re stricken, 5 M re
32. R - RückR: 5 M re; 31 M li stricken, 5 M re
33. R - HinR: 5 M re; 31 M re stricken, 5 M re
34. R - RückR: alle Maschen locker abketten


Seiten- und Ärmelnähte schließen, Fäden vernähen, Fertig.

Liebe Grüße Andrea





11.11.2016

Mohair Flauschcardigan


Gestern Abend ist er endlich fertig geworden mein Mohair Flauschcardigan. Zwischenzeitlich musste ich viel ribbeln und neu stricken, ständig Wolle nach bestellen, weil ich mich verschätzt hatte und ich habe die Fusselrolle lieben gelernt. Sie wurde zu meinem wichtigsten Werkzeug beim Stricken des Cardigans. Sobald ich die Arbeit beiseitelegte, kam die Fusselrolle zum Einsatz. Einmal die Couch entfusseln, einmal mich entfusseln. 


Mein Cardigan ist ein Federgewicht. Man spürt ihn kaum auf der Haut und dazu ist er noch unglaublich weich und warm. Es trägt sich wunderbar. Ich habe auch kein Problem mit Mohair, nichts kribbelt auf der Haut. Verstrickt habe ich die Mohairlana von Lana Grossa in graublau.


Mein Cardigan ist ein nachgestricktes Designerstück. Vielleicht kennt der eine oder andere schon das Stricklabel Maiami. Dabei handelt es sich um eine Berliner Designerin, die luxuriöse Strickware in Handarbeit herstellt. Im KaDeWe konnte ich ein paar Teile von ihr bewundern. Da ich sie mir nicht leisten kann, ich aber stricken kann, habe ich versucht ihren Pleated Cardigan nach zu empfinden. Ich denke, bis auf die Länge ist es mir sehr gut geglückt.  


Ja meckern auf hohem Niveau, aber ich hätte ihn ca. 8 cm kürzer besser gefunden. Er würde dann sportlicher, jünger und dynamischer wirken. Ärgerliche und das wurmt mich sehr. Ich kann ihn aber nicht noch mal aufribbeln, es sind schon alle Fäden vernäht. 


Und warum habe ich mein Telefon in der Hand? Fotos mache ich ja immer in einer One woman show mit Fernauslöser. Von 80 Fotos bin ich froh, wenn 10 Gute am Ende rauskommen. Man fotografiert dabei eher ins Nichts hinein. Wenn man Glück hat, stimmt die Schärfe, das Haar liegt, der Bauch ist eingezogen, die Falten sind nicht zu sehen, das Kleidungsteil kommt gut rüber und das alles bitte in einem Foto. 

Heute habe ich mal was anderes probiert, und zwar die EOS Remote App mit Live View Aufnahmen. Zum Überspielen von Kamerafotos auf das Handy benutze ich sie sehr gern, aber zum Fotografieren bisher noch nicht. Bei der App sind Telefon und Kamera (die muss natürlich WLANfähig sein) miteinander verbunden und nun kann man die Kamera durch das Telefon fernsteuern. Der Vorteil am Telefon ist, dass man sieht, was die Kamera ablichten wird, so als ob ich hinter der Kamera stehe. Das ermöglicht einen viel einfacher den Sitz des Kleidungsstückes oder die Körperhaltung zu überprüfen. Per Fingertipp kann ich gezielt den Fokussierpunkt auswählen und das Bild ist an der Stelle scharf, wo ich es haben möchte. Am Ende hatte ich heute 20 Fotos geschossen und nur 1/3 war Ausschuss.

Zurück zum Cardigan. Ich bin gerade dabei und schreibe euch noch die Anleitung für meinen Cardigan auf. Ich habe die Wolle dreifädig mit Nadel 9 verstrickt.

Liebe Grüße Andrea




09.11.2016

MMM

Bei uns ist es gerade nicht grau und trüb, so konnte ich ein paar Fotos von meinem heutigen Outfit machen. Ich trage eine neu genähte Hose und den Sloane Sweater von Named, den ich im letzten Jahr nähte und viel zu selten trage. Ich bin immer noch nicht mit meinem improvisierten Ausschnitt glücklich.

Der Hosenschnitt ist ein Glücksgriff. Ich habe einen Schnitt für eine schmal geschnittene Culotte, ohne Falten in der Taille, gesucht. Wahrscheinlich spricht man in diesem Fall nicht mehr von einer Culotte, sondern von einer 3/4 langen und gerade geschnittener Hose. Fündig bin ich in der Märzburda von 2012 geworden. Das ist eine meiner Lieblingsausgaben. Das ist bereits der dritte Schnitt, den ich aus dem Heft genäht habe. Ein blauer leichter Woll-Fischgrät-Stoff (war mal vom Markt am Maybachufer/Berlin) aus meinem Fundus bot sich an, den Schnitt auszuprobieren. 



Die Hose hat Hüftpassentaschen; einen schmalen Formbund, der auf Anhieb passte und Gesäßtaschen, die ich wegließ. Passformänderungen waren nicht nötig. Die Hose, genäht in Gr. 38 passte sofort, hurra. Die Beine sind gerade geschnitten. Ich finde, dass gerade geschnittene Hosenbeine angezogen manchmal etwas ausgestellt wirken. Das muss irgendeine optische Täuschung sein. Von ausgestellten Hosen bin ich kein Fan, daher habe ich die Hose zum Saum hin auf jeder Seite um 1cm verschmälert. Wenig aber ausreichend.



Die Hose trägt sich super. Sie ist leicht und warm. In meinem Stoffschrank war der Stoff immer so knittrig, jetzt als fertiges Kleidungsstück knittert er kaum noch. Jetzt muss ich nur noch eine Strumpflösung finden. Der Wollstoff bleibt an jedem Strumpf hängen, doof. Hat einer eine Idee?

verlinkt mit Me Made Mittwoch

Liebe Grüße Andrea

07.11.2016

Wintermantel Sew Along - Teil 4

Ich bin gut voran gekommen mit meinem Gehrock aus der Burda 8/2012 - Mod. 101. Bis auf Druckknöpfe annähen und aufbügeln bin ich fertig. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch bin ich im Moment nicht mehr so sicher, ob es eine gute Idee war, die Jacke doppellagig mit Oberstoff und der wärmenden Einlage Thinsulate P80 zu verarbeiten. Thinusalte ist recht dünn und formstabil. Ich habe es schon einmal in meiner Weste verarbeitet und finde es dort sehr angenehm und wirklich wärmend. Hier bei der Jacke könnte die formstabile Charaktereigenschaft eher ein Hindernis sein. Der Oberstoff verliert an Leichtigkeit und fällt nicht mehr so schön. Ich werde es erst mal so lassen und die Jacke eine Weile tragen. Sollte es mir nicht gefallen, setze ich die Schere an und schneide es vorsichtig raus. Dann hätte ich zwar keinen wintertauglichen Mantel und müsste einen Neuen nähen.


Dabei könnte ich gleich neue Erkenntnisse anwenden, denn durch Karin habe ich gelernt, dass Steppfutter immer 2 satinierte Seiten haben sollte. Was einen logisch erscheint, da dadurch jede Lage beweglich bleibt. Thinsulate hatte ich aber noch hier und am Ende bringt einen die Erfahrung wieder einen Schritt weiter. 

Ich freue mich schon auf das Finale am nächsten Sonntag und die Vielfalt der diesjährigen selbst genähten Wintermäntel. Hüpf zum heutigen Me Made Mittwoch - Wintermantel sew along Treffen

Bis dahin, liebe Grüße Andrea

02.11.2016

Ravello Sweater


Mein Ravello Pulli ist schon ein paar Tage fertig und ich trage ihn seitdem sehr gern. Während der Entstehung hatte ich schon einmal über ihn berichtet (hier). Trotz Nadel 3,5 hatte ich ihn flott runter gestrickt. Zurzeit glühen meine Nadeln. Ich habe gerade sehr viel Freude am Stricken. 


Mit der Passform bin ich sehr zufrieden. Die Fakeseitennaht gefällt mir sehr gut und auch die breiten Bündchen mag ich sehr. Der Halsausschnitt könnte für meine Bedürfnisse etwas schmaler sein, das darunter blitzt gern vor. 




Das Holst Garn Coast, ein Merino-Baumwollgemisch (45% Baumwolle, 55% Merino), ist sehr dünn aber sehr ergiebig und wunderbar weich und warm, ohne dass man gleich darin schwitzt. Nach dem Waschen verändert es seine Struktur gewaltig. Es schrumpft sehr zusammen, sodass mir der Pulli etwas zu kurz war und ich anstricken musste, was bei der top-down Methode kein Problem ist. So konnte man aber gut die unterschiedliche Struktur des Gestricks vor und nach dem Waschen erkennen. Nach nochmaligem Waschen ist jetzt alles perfekt. Der Pulli knittert etwas, besonders in den Armbeugen, und er gibt beim Tragen etwas nach. Das liegt sicherlich am Baumwollanteil. 




Anleitung: ravello by Isabell Krämer über Ravelry
Garn: 3,5 Knäule a 50g Holst Garn Coast in der Farbe Dove
Nadel: 3,5, Bündchen mit 3,0
Maschenprobe: 25 M x 36 R
Änderungen: - Größe L um auf S zu kommen
                     - Arme und Body um 5 cm verlängert
                     - während der Raglanzunahme 10 zusätzliche Reihen eingefügt 

Ich verlinke mich heute beim memademittwoch, wo Meike ein Lieblingskleid vorführt. Ich hätte noch so einiges zum Zeigen. Ich habe eine tolle Hose genäht (da Fehlen nur passende Schuhe) und eine Hemdbluse und mein Wintermantel wird, glaube ich, auch ein Knaller.  

Liebe Grüße Andrea

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