26.09.2016

Wintermantel Sew Along - Teil 1

In diesem Jahr gibt es wieder einen Wintermantel Sew Along und mit viel Freude bin ich dabei. Meine genähten Jacken aus den letzten beiden Jahren trage ich gern und oft (2014 blauer Mantel, 2015 schwarze Woll-Bikerjacke).

Für dieses Jahr habe ich folgende Wünsche an meine Jacke:
- gerade, oversize Form
- überschnittene Ärmel
- gerne zweireihig
- knielang
- Reverskragen

Stoff und Farbe:
Da bin ich noch offen und lass mich gern im Stoffladen inspirieren. Sicherlich wird es etwas in grau-schwarz. Es kann uni sein aber auch Karo, Tweed, Leo oder Flausch kann ich mir gut vorstellen.

Schnitt:
Bisher habe ich zwei Schnitte in die engere Wahl gezogen. Wobei der Erste, Burda 116 - 11/2015 mein Favorit ist auch wenn er nur einreihig ist. Bedenken habe ich noch mit dem sehr großen Kragen, nicht das er mich erschlägt. Viele sehr schöne Umsetzungen habe ich auf der russischen Burdaseite entdeckt.  





Des weiteren gefällt mir der gerade und lässig geschnittene Gehrock, Burda 101 - 08/2012 sehr gut. Daran mag ich den schmalen Kragen sehr und das sich der Mantel nach unten verjüngt.



Na mal sehen was es wird. Ich habe schon gesehen, dass andere Mitnäherinnen auch den Mantel aus der Novemberburda 2015 in die engere Wahl gezogen haben. Das wäre ganz vorteilhaft für einen Erfahrungsaustausch. 


Schön das wir uns alle wieder auf dem me made Mittwoch Blog treffen und Karin und Nina die Organistaion übernommen haben.


Liebe Grüße Andrea


21.09.2016

Ravello Sweater


So viele tolle Farben - wie soll man sich da nur entscheiden. Und da mir die Auswahl so schwer fiel zog sich meine Entscheidung den ganzen Sommer hin. Bei dem Garn handelt es sich um Coast von Holstgarn, ein Merino-Baumwollgemisch. Das Garn wollte ich unbedingt mal ausprobieren, da mich die Wollzusammensetzung reizte, dann ist die Wolle unglaublich ergiebig und sie wurde schon so oft auf ravelry (Strickcommunity) verstrickt, was ein gutes Zeichen ist. 


Ich hatte mich am Ende für die Farbe Dove entschieden - ein sehr helles Lichtbeigegrau. Als helle Töne gibt es noch Ecru und Ivory, die waren mir beide zu gelblich. Ein reines weiß gibt es nicht.

Ich stricke aus der Wolle einen Pulli nach der Ravelloanleitung. Der klassische Ravello wird aus drei Farben und mit Streifen gestrickt. Finde ich sehr schön. Da aber meine Maschenprobe so gar nicht mit der Anleitung übereinstimmt, wollte ich erstmal einen uni Ravello stricken und gucken wie es so läuft.

Meine Maschenprobe: 25 M x 36 R mit Nadel 3,5 und einfädig (Ravello 22,5 M x 30 R)
Ich stricke jetzt die Größe L in der Hoffnung später bei S zu landen. Im oberen Teil habe ich bei den Raglanzunahmen noch 10 zusätzliche Reihen gestrickt.  

Glatt rechts in Runden mit Nadel 3,5 geht recht flott. Ist man erstmal mit der Raglanzunahme durch strickt man nur noch gerade runter ohne viel nachzudenken. Sehr erholsam so zu arbeiten. Noch sieht das Maschenbild dünn, unruhig und ungleichmäßig aus. Aber nach dem Waschen plustert sich das Garn auf, es wird kuschliger und das Maschenbild sieht saubere aus. Ich hoffe nur es läuft nicht so stark ein.

Liebe Grüße Andrea



verlinkt mit maschenfein.berlin - Auf den Nadeln im September

14.09.2016

Travel Guide : Kuala Lumpur

Lange ist der letzte Blogeintrag her aber jetzt bin ich wieder soweit das ich Lust und Spaß am bloggen habe. Zu allererst möchte ich euch auf einen Urlaubsrückblick mitnehmen.
In diesem Jahr hatte es uns in die Ferne gezogen und so waren wir 3 Wochen im August in Südostasien. Unser Ziel war Indonesien. Da man sehr lange nach Bali fliegt, bot sich ein Stopover in Kuala Lumpur mit Sightseeing an.



Nach zwei ruhigen Flügen (Berlin-Doha-KL) mit wenig Schlaf waren wir spät am Abend in KL gelandet und nahmen ein Public Taxi zu unserem Hotel. Dabei konnten wir schon einen ersten Blick auf DAS Wahrzeichen von KL, die Petronas Twin Towers, werfen. Sehr beeindruckend. Das Hotel (Impiana KLCC Hotel) war für uns optimal, es liegt im Zentrum so dass wir viele Highlights per Fuß erreichten, aber auch zwischendurch im Pool Entspannung fanden. 


Um den Jetlag möglichst schnell in Griff zu bekommen, standen wir am nächsten Tag früh auf und machten uns auf den Weg die Gegend zu erkunden. Wir liefen durch Straßenschluchten um uns herum nur Hochhäuser oder wir bewegten uns unterirdisch in klimatisierten langen und breiten Gängen fort und gelangten so von Gebäude zu Gebäude. Unser erster Stopp waren die Zwillingstürme. Die Petronas Twin Towers sind zur Zeit das höchste Wolkenkratzerpaar und mit 452 m (88 Etagen) der fünfthöchste Wolkenkratzer. Und ich kann euch sagen, sie sind wirklich beeindruckend. Man steht ganz klein am Boden, starrt in die Höhe und denkt das nimmt kein Ende und wie hält das überhaupt, wackeln die Türme an der Spitze? Wir werden es rausbekommen, denn mein Mann wollte da unbedingt rauf. Also gut, los gehts. So einfach ging es dann doch nicht los. Es dürfen pro Tag nur eine bestimmte Anzahl an Besucher auf die Türme und das als geführte Gruppe. Wir bekamen keine Karten mehr, konnten aber Karten für den nächsten Tag kaufen. 


Nach einer Sicherheitskontrolle am Eingang brachte uns der Fahrstuhl in Windeseile in den 41st floor. Wir befanden uns nun 170 m über den Boden und konnten auf der Skybridge, die beide Türme verbindet, herumlaufen und einen fantastischen Blick auf die Stadt genießen. Nach ca. 15 min wurden wir gebeten die Brücke zu verlassen und weiter ging die Fahrt nach ganz oben in den 86th floor auf das Observation Deck. Übrigens sind wir jetzt in 370 m Höhe. Eigentlich habe ich es nicht so mit der Höhe, aber hier machte es mir gar nichts aus. In KL wurde alles hoch hinaus gebaut und irgendwie befand ich mich ständig oben und so wurde die Höhe ganz normal für mich. Oben in der Spitze von den Twin Towers zu sein war grandios und es wackelt da nichts. Der Blick ist überwältigend. Wir hatten ca. 1/2 Stunde Zeit um den Ausblick zu genießen und uns die Ausstellung anzugucken, danach ging es wieder abwärts. Die Besichtigung war super organisiert, dadurch auch nie zu voll, besonders an den Fenstern um Fotos zu machen :))) und wir hatten kein Gefühl gehetzt zu werden. Alles top und sehr empfehlenswert. (die Karten für uns drei hatten 45 Euro gekostet)




Einen weiteren wunderbaren Blick auf die Stadt und diesmal mit den Zwillingstürmen in der Skyline hatten wir vom KL Tower oder Menara Kuala Lumpur Fernsehturm. Wir haben das Open Deck in 300 m Höhe angestrebt und waren mutig genug in die freischwebende Skybox zu steigen. Der Glasboden war von der Sonne allerdings unglaublich heiß, das man kaum darauf stehen konnte. Schuhe waren verboten. Es ist schon ein verdammt komischen Gefühl so weit oben über dem Boden zu schweben, aber es war auch verdammt cool. (ca. 68 Euro für uns drei)




Nach so viel Eindrücken tut eine Stärkung gut. Wir sind dazu nach Chinatown (Petaling Street) gefahren. Das lag nicht bei uns in der Nähe, aber mit der U-Bahn waren wir ruck zuck da. In Chinatown geht das bunte Leben erst ab späten Nachmittag los und wenn die Laternen leuchten sieht es richtig urig aus. Neben vielen leckeren oder auch merkwürdigen Gerichten kann man dort auch Shirts, Taschen, Schuhe, Souvenirs... kaufen. 



Ein weiterer Touristenmagnet und eine beliebte Pilgerstätte für die Hindus sind die Batu Caves die etwas außerhalb von KL liegen. Mit dem KTM Komuter (Regionalzug) waren wir in 30 min da und dann läuft man einfach den Massen hinterher. Sehr beeindruckend am Eingang die riesige, goldene Statue. Über viele Stufen gelangt man in die Höhlen mit seinen Tempeln und Schreine. Vergesst bitte ein Tuch nicht, nackte Beine sind nicht erwünscht. Die vielen Stufen zu besteigen war in der Wärme sehr anstrengend und schweißtreibend. Die Affen auf den Stufen sorgen allerdings für Abwechslung. Aber passt auf eure Sachen auf, die Affen sind recht frech. Wir hatten Glück. 

An unserem letzten Abend in Kuala Lumpur ging es wieder noch oben. Wir genossen den Sonnenuntergang bei einem kühlen Getränk in der Heli Lounge Bar in der 34. Etage des Menara Hochhauses. Tagsüber landen dort Helikopter, am Abend (ab 17.00 Uhr) kann man den fantastischen Ausblick auf die Stadt genießen, aber Achtung es gibt kein Geländer, man steht da echt oben auf dem Dach. Ich sag nur crazy. Leider erst ab 17 Jahre erlaubt. Unser Ole durfte nicht rauf. Auf das Dach gelangt man nur mit einem Getränk, das man sich eine Etage tiefer in der Bar kauft. 


Nach drei beeindruckenden Tagen mit vielen tollen Erlebnissen in Kuala Lumpur ging es nun weiter nach Bali. 

Davon berichte ich euch in den nächsten Tagen.

Liebe Grüße Andrea


06.07.2016

MMM mit Archer Shirt No.2


Ich war ja von meinem ersten Archer Shirt so begeistert, dass ich gleich ein Zweites genäht hatte. Dieses Shirt ist wieder ärmellos und hat einen Mao Kragen. Am Kragen musste ich einiges probieren und ändern. Ich hatte zuerst den ganz normalen Kragen nur halt mit Kragensteg und ohne den Umschlagkragen genäht. Das war mir zu dicht am Hals und so habe ich daraufhin den Ausschnitt vergrößert (vor allem vorn und seitlich) und einen neuen flachen Kragensteg angenäht.   

Die Knöpfe habe ich meinem Brustpunkt angepasst und nun sperrt nichts mehr. Die Arme sind nicht ganz so weit ausgeschnitten, wie bei meiner ersten Variante.



Der grafische Stoff eine wunderschöne Baumwolle mit kleinen grauen Dreiecken. Der Stoff hat etwas Stand, ich mag sowas.

Die Bluse mal reingesteckt und mal draußen. Und auch mal von hinten, da seht ihr die schöne Falte im Rückenteil.




Trotzdem habe ich das Gefühl das irgendwas an der Bluse nicht passt, also nicht die Passform, eher die Proportionen oder das Design betreffend. Ist sie zu kurz, ich habe aber nichts an der Länge geändert? Ist es der runde Ausschnitt, der das Shirt etwas altbacken macht? Oder ist es diese Popover/Tunika Variante? Wäre ganz klassisch durchgeknöpft mit Kragen besser gewesen? Eine angedachte dritte Variante habe ich erstmal auf Eis gelegt.




verlinkt mit me made mittwoch

Liebe Grüße Andrea

05.07.2016

Galette mit Aprikosen


In letzter Zeit backe ich oft eine Galette. Die ist so kinderleicht zubereitet, kommt mit wenigen Zutaten aus und ganz wichtig sie schmeckt phantastisch. Wir essen sie sehr gern warm mit Eis und Sahne (falls ich sie nicht vergesse einzukaufen :-))) 
Für meine Galette mache ich einen Mürbeteig und füllen ihn mit Obst der Saison. Zur Zeit mit Aprikosen. Ich hatte auch schon Erdbeeren ausprobiert und mit Heidelbeeren war sie der Hammer. Im Herbst muss ich mal eine Pflaumenvariante und Äpfel mit Nüssen probieren und herzhaft gefüllt, vielleicht mit Pilzen, kann ich mir auch gut vorstellen. Ihr seht die Galette ist ein wahrer Allrounder, ihr müsst sie probieren.



Rezept Galette

Teig - Mürbeteig ohne Ei:
200 g Mehl
2 EL Zucker
1 Prise Salz
100 g kalte Butter
6 EL  eiskaltes!!! Wasser

Füllung: 
ca. 300-400 g Obst
bei der Aprikosengalette habe ich noch 1 EL Aprikosenmarmelade untergerührt
1-2 EL Speisestärke
braunen Zucker nach Bedarf (bei Aprikosen ist er nicht nötig, bei Erdbeeren und Heidelbeeren 1-2 EL)

zum Bestreichen:
1 Eigelb
1-2 EL braunen Zucker
Mandelblättchen

Zubereitung:
Zuerst stellt ihr ein Schälchen mit dem Wasser kurz in das Gefrierfach. Wenn Butter und Wasser wirklich kalt sind wird der Teig schön mürbe.
Verrührt nun Mehl, Zucker und Salz in einer großen Schüssel. Gebt die Butter in Flöckchen dazu und verknetet alles zügig zu einem krümeligen Teig. Jetzt kommt das Wasser dazu. Alles rasch durchkneten, bis alles gerade verbunden ist (man kann Mehl und Butter ruhig noch erkennen).  Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und 60 min im Kühlschrank ruhen lassen.

In der Zwischenzeit das Obst klein schneiden und mit dem Zucker und der Speisestärke mischen.

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Die Ränder müssen nicht ordentlich sein. Dann lege ich den ausgerollten Teig vorsichtig auf das Backpapier (wer mag und kann, kann auch gleich den Teig auf Backpapier ausrollen, bei mir schiebt sich das aber immer hin und her). Gebt die Füllung auf den Teig und lasst dabei einen Rand von 3 cm stehen. Klappt den Rand nach innen um und drückt ihn etwas fest. Das Eigelb verquirlen und damit den Rand einpinseln. Mit Zucker und Mandeln bestreuen. Die Galette im Ofen ca. 25 - 30 min backen lassen. Etwas abkühlen lassen und genießen.  

Das war eine große Galette. Ihr könnt den Teig vor dem Ausrollen auch in 3-4 Portionen teilen und kleine Galetten backen.


Lasst es euch schmecken.

Liebe Grüße Andrea

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